Trouble #4 - No Justice... Just Us

Der Kampf für eine neue, bessere Welt ist nichts für schwache Nerven. Bewegungen der kollektiven Befreiung werden, wenn sie effektiv sind, unweigerlich Repressionen ausgesetzt sein. Die institutionellen Grundpfeiler von Herrschaft und Ausbeutung sind in der Gesellschaft gut verankert, sie sind versiert in Manipulation und äußerst rücksichtslos in ihrem Bemühen, jegliche Bedrohung ihrer Legitimität zu zerschlagen. An diesem kritischen Punkt der Geschichte sehen sich unsere Bewegungen mit unglaublich mächtigen Feinden konfrontiert, die eine Vielzahl ausgeklügelter Methoden anwenden, um den Widerstand zu diskreditieren, zu stören und abzuschrecken.

Rechtsextreme populistische Bewegungen, die von Angstmacherei und neofaschistischer Propaganda aufgestachelt werden, greifen zunehmend auf gewaltsame Selbstjustiz gegen ihre vermeintlichen Feinde zurück. Und als ob dies noch nicht genug wäre… hinter diesen neuen reaktionären Bewegungen steht die kalte Macht des Staates - nämlich seine stark militarisierte Polizei, sein rassistisches Rechtssystem und sein riesiges Netz von Gefängnissen. Doch trotz dieser erschreckenden politischen Atmosphäre wachsen unsere Bewegungen weiter. Unser Wachstum und unser zukünftiger Erfolg erfordern, dass wir Fähigkeiten entwickeln, die staatlichen Strategien und Taktiken gegen uns vorauszusehen, unsere eigene Infrastruktur zur Verteidigung gegen diese Angriffe aufzubauen und sinnvolle Solidarität und kollektive Verteidigung in alle Facetten in unseren Organisationen zu integrieren.

In dieser Episode von #Trouble interviewt das anarchistische Medienkollektiv Sub.mediea Menschen, die sich für die Rechtsverteidigung und Gefangenensolidarität engagieren, und untersuchen einige der Möglichkeiten, wie wir Bewegungen aufzubauen können, die gegenüber staatlicher Repression widerstandsfähiger sind.